ChatGPT: Vergleichbare Firmen wie Palanatir in Deutschland und Europa?

In Deutschland und Europa gibt es mehrere Unternehmen und Forschungsinstitute, die – ähnlich wie Palantir – an Software zur vorhersagenden Polizeiarbeit (Predictive Policing) arbeiten oder entsprechende Tools für Behörden bereitstellen. Zwar sind sie in ihrer Größe, Reichweite und Marktmacht meist nicht direkt mit Palantir vergleichbar, aber funktional oder strategisch ähnlich.

Hier sind einige Beispiele:


🇩🇪 Deutschland

1. SAP

  • Sitz: Walldorf, Deutschland
  • Relevanz: SAP bietet Datenanalyse- und Business-Intelligence-Lösungen, die auch im Bereich öffentliche Sicherheit und Polizei eingesetzt werden.
  • Beispiel: In Kooperation mit Polizei oder Bundesbehörden wurden bereits Datenanalyseprojekte realisiert.

2. Rheinmetall / Rheinmetall Electronics

  • Sitz: Düsseldorf, Deutschland
  • Relevanz: Bekannt als Rüstungskonzern, entwickelt aber auch Lösungen zur Sicherheitsüberwachung, Einsatzplanung und Datenintegration für Behörden.

3. Precobs (Institut für musterbasierte Prognosetechnik – IfmPt)

  • Sitz: Oberhausen, Deutschland
  • Relevanz: Eines der bekanntesten deutschen Projekte im Bereich Predictive Policing.
  • Einsatz: Wurde u. a. in Bayern, Baden-Württemberg und der Schweiz getestet.
  • Funktionsweise: Berechnung von Tatwahrscheinlichkeiten für Wohnungseinbrüche anhand historischer Datenmuster.

🇪🇺 Europa (außerhalb Deutschlands)

4. Cognitec Systems (jetzt Teil von Salient Systems)

  • Sitz: Dresden, aber international tätig
  • Relevanz: Anbieter für Gesichtserkennung und biometrische Datenanalyse. Wird von Sicherheitsbehörden genutzt.
  • Bezug zu Predictive Policing: Unterstützt datenbasierte Überwachung und Identifikation.

5. Thales Group

  • Sitz: Frankreich
  • Relevanz: Großes europäisches Technologieunternehmen mit Sicherheits- und Verteidigungssparte.
  • Angebot: Lösungen zur Überwachung, Datenfusion, Situational Awareness – auch für Polizei und Militär.

6. Atos

  • Sitz: Frankreich (auch in Deutschland aktiv)
  • Relevanz: Bietet Big-Data- und KI-Lösungen, auch für die öffentliche Verwaltung und Sicherheitsbehörden.
  • Produkte: Einsatzplanung, Analyseplattformen, Videoauswertung mit KI etc.

Weitere Erwähnenswerte:

  • Hensoldt Analytics (Deutschland/Österreich): Spezialisiert auf Open-Source Intelligence (OSINT), auch für Polizeibehörden.
  • Secunet (Deutschland): Entwickelt Sicherheitslösungen für Behörden, u. a. im Bereich Biometrie und IT-Sicherheit.
  • IBM Deutschland: IBM i2 Analyst’s Notebook ist eine direkte Konkurrenz zu Palantir im Bereich Datenanalyse und Ermittlungen.

Hinweis zu „Predictive Policing“ in Europa:

In vielen europäischen Ländern – besonders in Deutschland – ist der Einsatz von vorhersagender Polizeiarbeit umstritten, u. a. wegen Datenschutz, Grundrechten und ethischer Bedenken. Deshalb sind viele Projekte eher Pilotprojekte oder stark reguliert.



Dobrindt prüft bun­des­weiten Palantir-Ein­satz

Wird das umstrittene Datenanalyseprogramm Palantir, das bereits in einigen Bundesländern im Einsatz ist, bald bundesweit genutzt? Innenminister Alexander Dobrindt prüft, ob auch Bundesbehörden das Überwachungsprogramm nutzen dürfen.

Die Analyse-Software des Unternehmens Palantir ist umstritten, einige Bundesländer nutzen sie bereits. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) prüft nun, ob das Programm gegebenenfalls auch bundesweit zum Einsatz kommen wird.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums teilte auf dpa-Anfrage mit, es würden „verschiedene Optionen“ geprüft. Dabei gehe es sowohl um den Einsatz von auf dem Markt verfügbarer Software als auch „die Nutzung einzelner modularer Services“. Im europaweiten Vergabeverfahren habe bislang nur Palantir eine marktverfügbare Softwarelösung angeboten, die den gestellten Ansprüchen entsprochen habe.

Scharfe Kritik von Grünen, SPD und Linken

Kritik an einem möglichen Einsatz kommt von SPD und Grünen. „Offenkundig sieht er sich als Lobbyist eines hochumstrittenen US-Unternehmens“, sagte der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz. Gerade in diesen Zeiten, in denen immer weniger Verlass auf die US-Regierung sei, verbiete sich eine Kooperation mit einem Unternehmen wie Palantir.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Schätzl kritisierte: „Palantir ist kein neutraler IT-Dienstleister, sondern ein Unternehmen mit tiefen Verbindungen zu US-Geheimdiensten und klaren geopolitischen Interessen.“ Er lehne den Einsatz von Palantir in deutschen Sicherheitsbehörden entschieden ab.

Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Clara Bünger, warnte: „Mit der Palantir-Software droht ein flächendeckender Angriff auf die Privatsphäre von Millionen Menschen in Deutschland. Daten, die ursprünglich für völlig unterschiedliche Zwecke erhoben wurden, sollen automatisiert zusammengeführt, ausgewertet und der Polizei zur Rasterfahndung bereitgestellt werden, ohne wirksame Kontrolle, ohne Transparenz und ohne Schutz vor Fehlentscheidungen.“

Deutsche Polizeigewerkschaft für Einsatz der Software

Unionsfraktionschef Jens Spahn hingegen hatte gegenüber dem Stern bereits Anfang Juni den Einsatz der Software befürwortet. Sie werde der Polizei „sehr helfen“. Verbrecher würden auch alle digitalen Möglichkeiten nutzen, argumentierte Spahn. „Der Staat sollte da im Rahmen des Rechts hinterherkommen mit seinen Fähigkeiten.“

Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) sprach sich für den Einsatz von Palantir aus. „Die Zeiten, in denen Sicherheitspolitik ihre Ideologien und Datenschutzbedenken pflegen und steigern können, sind längst vorbei“, betonte der Vorsitzende Rainer Wendt. Es sei bedauerlich, dass Europa keine eigenen Produkte entwickelt habe, aber die USA seien ein verlässlicher Partner.

„Die Bedrohungen aller freiheitlichen Gesellschaften durch anhaltenden Terror, Cyberattacken, Organisierte Kriminalität und Angriffe auf unsere Demokratie und Freiheit sind allgegenwärtig“, so Wendt. Um Massendaten zu bewältigen, brauche es Analysetechniken, die in der Lage seien, Beziehungsmuster zu erkennen und Zusammenhänge herzustellen, die mit konventioneller Arbeitsweise von Ermittlungskräften kaum feststellbar seien.

Das Unternehmen Palantir wurde 2003 in den USA gegründet, unter anderem von Tech-Milliardär Peter Thiel. Er ist bekannt für seine libertären und rechtskonservativen Positionen, seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump und seine Kritik an liberalen Demokratien. In Europa sehen viele Thiel deshalb kritisch. Auch Datenschützer kritisieren die Software.

Palantir-Software bereits in mehreren Bundesländern im Einsatz

Am Dienstag war bekannt geworden, dass die Polizei in Baden-Württemberg die Software bald nutzen soll. Die grün-schwarze Koalition machte dafür den Weg frei. Die Hamburger Innenbehörde schloss hingegen die Nutzung für den Stadtstaat aus. Auch Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen setzen auf die Software. 

Die gesetzlichen Regeln, die in Bayern den Einsatz einer Polizei-Software der US-Firma Palantir ermöglichen, sollen bald das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) beschäftigen. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) hat gegen den Einsatz des Programmes mit weiteren Beteiligten eine Verfassungsbeschwerde eingereicht. Die massenhafte Auswertung von Daten verletze unter anderem das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gemäß Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz (GG) und das Fernmeldegeheimnis (Art. 10 Abs. 1 GG), so die GFF.

Der Sprecher des Bundesinnenministeriums erklärte: „Der Einsatz von durch private Unternehmen entwickelter Software ist Standard in deutschen Polizeibehörden.“ Die Polizei prüfe die vertraglich zugesicherten Eigenschaften der Software.

Quelle: https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/palantir-einsatz-bundesinnenminister-alexander-dobrindt-prueft-einsatz-analyse-software-palantir-usa


Biometrie und Künstliche Intelligenz: Hamburger Polizei will KI mit Videos von Passanten trainieren

Ab dem 1. September will die Hamburger Polizei eine Künstliche Intelligenz (KI) mit Videos von Passanten an zwei öffentlichen Orten trainieren. Manche dieser Aufnahmen sollen monatelang gespeichert werden – das hat die Polizei jetzt bestätigt.

Das neue polizeiliche KI-Überwachungssystem soll Gewalttaten schneller erkennen. Dafür muss es beispielsweise Faustschläge von normalen Armbewegungen unterscheiden können.

Aufzeichnungen von Hansaplatz und Hachmannplatz

Das lernt die KI laut der Polizei aber nur mithilfe von Aufzeichnungen echter Menschen. Die sollen von den Kameras am Hansaplatz und Hachmannplatz kommen. Jetzt hat die Polizei NDR 90,3 auf Anfrage mitgeteilt, dass die KI ab Anfang September mit den Aufnahmen gefüttert werden soll.

Aufnahme nicht rund um die Uhr

Nach Angaben der Polizei werden die Aufnahmen dann jeweils montags bis donnerstags von 15 Uhr bis 6 Uhr am folgenden Morgen gemacht, außerdem freitags bis sonntags von 9 Uhr morgens bis 6 Uhr am Folgetag.

An beiden Plätzen hängen bereits Schilder, die klarstellen, dass dort Videobeobachtung stattfindet. Diese sollen nicht geändert werden. Wer möchte, dass seine oder ihre Aufnahmen nicht zum KI-Training verwendet werden, muss die Plätze zu den Aufnahmezeiten meiden.

Teilweise lange Speicherung der Aufzeichnungen

Außerdem bestätigte ein Sprecher, dass einige Aufnahmen bis Ende August nächsten Jahres gespeichert werden könnten. Es handele sich dabei aber um „wenige geeignete Daten oder Videosequenzen“.

Auch der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Thomas Fuchs hatte die Polizei nach der Speicherdauer gefragt und wer Zugriff auf die Bilder hat. Bislang hat er keine Antworten erhalten. Laut der Behörde geht er davon aus, dass das Training nicht startet, bevor diese Fragen geklärt sind.

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/polizei-hamburg-will-ki-mit-videos-von-passantentrainieren,kameraueberwachung-102.html


Künstliche Intelligenz: US-Regierung stellt KI-Aktionsplan vor: Abkehr von Regulierung und „woken“ Ansichten

Die US-Regierung will die Führungsrolle der Vereinigten Staaten im Bereich der Künstlichen Intelligenz mit Hilfe einer neuen Strategie verteidigen. Dazu hat Präsident Trump einen KI-Aktionsplan vorgestellt. Doch was steht darin?

Auf 25 Seiten stellt die US-Regierung technische, aber auch inhaltliche Visionen für die Künstliche Intelligenz vor. Damit wollen die USA angesichts der wachsenden Konkurrenz durch China ihre „globale technologische Dominanz“ wahren.

Deregulierung

Im Plan heißt es, um die globale Führungsrolle im KI-Bereich aufrechtzuerhalten, müsse der amerikanische Privatsektor von bürokratischen Hürden befreit werden. KI sei zu wichtig, „um in diesem frühen Stadium in der Bürokratie zu ersticken“. Bundesmittel sollen nicht in die Beschränkung von KI fließen, aber das Recht der Bundesstaaten auf Regulierung bleibe bestehen – sofern diese keine Innovationen hemme.

Bereits kurz nach Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar hatte Trump Vorgaben seines Vorgängers Biden zur Regulierung aufgehoben. Danach sollten große KI-Entwickler wie OpenAI und Google ihre Sicherheitsbewertungen und weitere zentrale Informationen an Bundesbehörden weitergeben. Die Biden-Vorgaben beruhten jedoch weitgehend auf der freiwilligen Mitarbeit der Unternehmen.

Auch in Unternehmen und staatlichen Behörden soll KI schneller adaptiert werden. Helfen sollen dabei „KI-Exzellenz-Zentren“ im ganzen Land, in denen „Forscher, Startups und etablierte Unternehmen“ KI-Modelle testen und im Anschluss ihre Ergebnisse teilen.

Inhaltliche Ausrichtung

In dem Aktionsplan heißt es zudem, KI-Systeme müssten „frei von ideologischer Voreingenommenheit“ sein und „objektive Wahrheiten verfolgen“. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses sagte, dies gelte für alle Unternehmen, die Geschäfte mit der Regierung machen wollten. Damit ist gemeint, dass KI keine „woken“ Ansichten wiedergeben soll, die Trump seinen Gegnern vorwirft. Wörtlich heißt es darin: „Bezugnahmen auf Desinformation, Diversität, Antidiskriminierung, Inklusion und Klimawandel sollen eliminiert werden“.

Im Plan heißt es auch, die führenden KI-Modelle sollten die freie Meinungsäußerung schützen und sollten auf „amerikanischen Werten“ basieren – ohne jedoch auszuführen, welche Werte damit gemeint sind.

Trumps KI-Berater David Sacks kritisiert schon seit langem die angeblich „woke KI“, unter anderem weil der KI-Generator von Google bei der Frage nach den Gründervätern der USA Bilder von Schwarzen, asiatischen und indigenen Männern ausgab.

Technische Voraussetzungen und Forschung

Der Plan sieht zudem vor, den Bau von Datenzentren zu erleichtern. Auch der Export von KI-Technologien in andere Länder soll gefördert werden. Die US-Regierung plant zudem, die heimische Halbleiter- und Chipindustrie wiederzubeleben – heute werden diese zumeist aus Asien importiert. Darüber hinaus soll von der KI vorangetriebene Forschung gefördert werden und Beschränkungen für sie fallen. Als Beispiele werden die Entwicklung neuer Materialien und von Proteinstrukturen genannt.

Welche Reaktionen gibt es auf die KI-Pläne der Regierung?

Aus dem Trump-Lager gibt es naturgemäß Lob. KI-Berater Sacks sagte: „Fortschritt passiert. Wenn man ihn versucht zu stoppen, ist es so wie die Gezeiten zu stoppen. Wenn wir es nicht machen, wird es jemand anders übernehmen.“

Doch nicht alle sehen das so. Am Mittwoch unterzeichneten mehr als 100 Gruppen, darunter Gewerkschaften, Elterngruppen, Organisationen für Umweltgerechtigkeit und Befürworter des Datenschutzes, eine Resolution, in der sie sich gegen Trumps industriezentrierte KI-Politik aussprechen und einen „KI-Aktionsplan des Volkes“ fordern, der sich in erster Linie um die Bürger kümmere.

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/us-regierung-stellt-ki-aktionsplan-vor-abkehr-von-regulierung-und-woken-ansichten-100.html


Die US-Regierung sieht in KI einen strategischen Vorteil, nicht nur in technologischer Hinsicht, sondern auch bei der Gestaltung ihres globalen Einflusses.

„Um die führende Wirtschafts- und Militärmacht zu bleiben, müssen die Vereinigten Staaten das KI-Rennen gewinnen“, sagte Sacks. „Um das KI-Rennen zu gewinnen, müssen die USA bei Innovation, Infrastruktur und globalen Partnerschaften führend sein.“

Biometrie und Künstliche Intelligenz: Innenministerium plant neues Sicherheitspaket

Die geplanten Gesetze sind aktuell noch Referentenentwürfe des Innenministeriums. Das Ministerium von Dobrindt hat die Entwürfe zur Vorabstimmung an die anderen Ministerien verschickt. Nach dieser ersten Feedback-Runde folgt die Länder- und Verbändebeteiligung und die offizielle Ressortabstimmung. Wenn das Kabinett das Paket beschließt, geht es in den Bundestag.

Das Innenministerium hat das Paket in zwei Gesetze getrennt. Der Haupt-Teil ist im ersten Gesetz, das der Bundestag allein beschließen kann. Weitere Teile sind im zweiten Gesetz, dem der Bundesrat zustimmen muss.

Einen Zeitplan nennt das Bundesinnenministerium nicht aber man weiß ungefähr was nach der Sommerpause kommt.

Die aktuelle Bundesregierung aus Union und SPD hat das Vorhaben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Demnach plant sie „die automatisierte Datenrecherche und -analyse sowie den nachträglichen biometrischen Abgleich mit öffentlich zugänglichen Internetdaten, auch mittels Künstlicher Intelligenz“.

Treffen der EU-Innenminister: Mehr Abschiebungen – aber wohin?

Die EU-Länder wollen beim schärferen Asylkurs aufs Tempo drücken – genau wie Innenminister Dobrindt. Beim heutigen Treffen der Innenminister stehen einige Vorschläge zur Diskussion. Der Kern: Auslagerung an Drittstaaten.

Es ist Alexander Dobrindts erster Auftritt im Kreise aller EU-Innenminister-Kollegen. Die deutschen Grenzkontrollen wird er dort erneut erklären müssen. In Kopenhagen will er aber vor allem zeigen, „dass Deutschland bei Migrationsthemen in Europa nicht mehr im Bremserhäuschen sitzt, sondern in der Lokomotive“. Das hatte der deutsche Innenminister schon Ende vergangener Woche beim selbst gesetzten Migrationsgipfel auf der Zugspitze erklärt.

Auf der Zugspitze war auch EU-Innenkommissar Magnus Brunner dabei – und dessen Marschrichtung war ebenfalls eindeutig: „Europa wird endlich härter in Fragen der Asylpolitik. Das ist das Entscheidende: Wir können diese Herausforderungen nur gemeinsam lösen – nicht jeder für sich, nicht jeder einzeln.“

Damit erinnert Brunner auch daran, dass vieles von dem, was auf der Zugspitze vehement gefordert wurde, von der EU-Kommission längst angeschoben wurde. Pläne, die über die vereinbarte Asyl- und Migrationsreform (GEAS) hinausgehen, die im Sommer 2026 vollständig greifen soll.

Deutschland schiebt nach Afghanistan ab, Österreich nach Syrien

Heute in Kopenhagen soll weiter beraten werden. Etwa „beim Thema Abschiebungen und Rückführungen, wo wir gerade zuletzt auch neue Möglichkeiten geschaffen haben“, sagte Brunner. Österreich – sein Heimatland – habe zuletzt Richtung Syrien abgeschoben, Deutschland Richtung Afghanistan. „Das sind alles enorm wichtige Schritte für uns, wenn wir Straftäter verstärkt in ihre Herkunftsländer zurückbringen können“, betonte er.

Die EU-Kommission hatte dafür im März eine neue Rückführungsrichtlinie vorgelegt. Es geht unter anderem um eine verschärfte und EU-einheitliche Abschiebehaft. Und um sogenannte „return hubs“, also Rückführungszentren, in denen die Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern koordiniert werden sollen – auch außerhalb der EU und unter Aufsicht von nationale Behörden, gemeinsam mit EU-Agenturen wie Frontex.

Dafür soll die Grenzschutzagentur künftig drei Mal so viele Mittel bekommen, so Innenkommissar Brunner. Laut dem Haushaltsvorschlag, den Kommissionschefin Ursula von der Leyen vergangene Woche präsentiert hat, sollen künftig 34 Milliarden Euro in das Migrationsmanagement, die Stärkung der EU-Außengrenzen und die innere Sicherheit fließen.

Nur jeder vierte Ausreisepflichtige verlässt die EU

Aber auch dann stellt sich weiterhin die Frage: Wohin können mehr Menschen zurückgeführt werden?

Zuletzt gab es laut EU-Asylagentur rund 2.700 Asylanträge pro Tag. Fast die Hälfte wird demnach direkt abgelehnt, aktuell verlässt aber nur etwa jeder Vierte dieser Ausreisepflichtigen tatsächlich die Europäische Union.

Dänemark hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne und gilt seit längerem als Hardliner in Sachen Migrationspolitik. Kaare Dybvad, der dänische Migrationsminister, will Tempo machen: „Wir müssen mehr tun, als nur Drittländer davon zu überzeugen, ihre eigenen Staatsangehörigen zurückzunehmen. Wir müssen dringend an weiteren, neuen Lösungen arbeiten.“

Vereinbarungen mit Drittstaaten im Fokus

Ein Vorschlag, der auch dem deutschen Innenminister besonders wichtig ist, lautet: das sogenannte Verbindungselement streichen. Das heißt: Bislang dürfen Asylsuchende nur in ein Land außerhalb der EU abgeschoben werden, in dem sie Familien oder einen längeren Aufenthalt verbracht haben. „Wir wollen das Verbindungselement nicht mehr aufrechterhalten, damit nicht durch das europäische Recht verhindert ist, dass wir mit Drittstaaten Vereinbarung finden können“ so Dobrindt. Schutz durch die EU müsse nicht zwingend Schutz in der EU bedeuten.

In Dobrindts Beispiel liefe das wie folgt: Ein abgelehnter Asylbewerber kann aus gewissen Gründen nicht nach Afghanistan abgeschoben werden – warum dann nicht etwa nach Pakistan? Dazu müsste das Land auf der Liste der sicheren Drittstaaten stehen. Eine solche hat die EU-Kommission bereits vorgelegt und will sie mit Parlament und zum Beispiel den Innenministern weiter diskutieren, so Brunner.

„Das sind alles ganz wichtige Maßnahmen, und hier müssen wir schneller werden“, erklärt der EU-Kommissar. Es gehe darum, sie wirksam zu machen und die Glaubwürdigkeit der Europäischen Asylpolitik darzustellen.

Schwierige Gespräche zu Migrationsabkommen

Wie schwierig das aber auch in der Praxis ist, hat EU-Kommissar Brunner gerade erfahren. Von Libyen aus starten derzeit besonders viele Menschen ihre Fahrt übers Mittelmeer – insbesondere auf die griechischen Inseln. Brunners erste Gespräche in Libyen über ein Migrationsabkommen endeten vorerst abrupt: In dem von Unruhen und Machtkämpfen zerrissenen Land wurde die EU-Delegation als „unerwünscht“ erklärt.

Europa wurde damit die nächste Herausforderung aufgezeigt: Bei allem Bemühen, das „Migrationsproblem“ in andere Staaten auszulagern, hängt man zunehmend vom Willen des Gegenüber ab.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-innenminister-kopenhagen-100.html

Nächster Abschiebeflug gestartet – Ziel Irak

Freitag Afghanistan, heute der Irak: Wieder ist ein Flugzeug mit ausreisepflichtigen Flüchtlingen an Bord von Leipzig aus gestartet. Ausgerechnet am Tag, an dem die EU über strengere Maßnahmen in der Migrationspolitik berät.

Vom Flughafen Leipzig/Halle aus ist erneut ein Flugzeug mit ausreisepflichtigen Flüchtlingen an Bord gestartet. Dieses Mal ist die irakische Hauptstadt Bagdad der Zielort der Maschine. Das Flugzeug hob um 10.52 Uhr ab, wie aus dem Portal Flightradar24 hervorging. Der MDR bestätigte, dass es sich um einen Abschiebeflug handelt. Nach Angaben eines dpa-Fotografen sicherte die Polizei die Abfertigung des Fluges ab. Das Bundesinnenministerium machte zunächst keine offiziellen Angaben.

Zuvor hatten zahlreiche Polizeiwagen die betroffenen Personen auf das Flughafengelände gebracht. Wie viele Menschen diesmal betroffen sind, ist noch unklar. Ursprünglich hätte das Flugzeug gegen 7 Uhr abheben sollen, dann wurde der Start auf den Vormittag verschoben.

Das Flugzeug landete bereits am Vortag am Airport und wartete seitdem auf den Abflug. Die Maschine wurde von einer türkischen Airline gechartert.

Zweiter Abschiebeflug binnen einer Woche

Erst am vergangenen Freitag startete aus Leipzig ein Abschiebeflug mit 81 afghanischen Straftätern in die afghanische Hauptstadt Kabul. Bei den Männern habe es sich laut Innenminister Dobrindt um „schwere und schwerste Straftäter“ gehandelt. Für solche Abschiebungen gebe es „ein ganz berechtigtes Interesse der Bürgerinnen und Bürger“, begründete der CSU-Politiker die Maßnahme.

Es war die erste Abschiebung dieser Art seit Antritt der schwarz-roten Koalition unter Kanzler Friedrich Merz (CDU). Wegen der in Afghanistan herrschenden Taliban und ihres brutalen Regimes üben Flüchtlingsorganisationen wie Pro Asyl immer wieder scharfe Kritik an Abschiebungen nach Afghanistan. Die Bundesregierung unterhält keine offiziellen Beziehungen zu den Taliban. Der Abschiebeflug kam durch die Vermittlung von Katar zustande.

Abschiebeflug aus Leipzig – EU-Innenminister-Tagung in Kopenhagen

Im dänischen Kopenhagen beraten heute die EU-Innenminister über die europäische Migrations- und Sicherheitspolitik. Im Zentrum der Gespräche stehen die Rückführung abgelehnter Asylbewerber, die Bekämpfung irregulärer Migration sowie der Kampf gegen organisierte Kriminalität und Drogenhandel. Die Minister wollen zudem diskutieren, wie die EU krisenfester aufgestellt werden kann und welche neuen Ansätze helfen könnten, irreguläre Migration zu begrenzen.

Kritik an Abschiebeflügen als „Symbolpolitik“

Kritik an dem Abschiebeflug nach Kabul hatte es unter anderem von den Grünen gegeben. Parteichef Felix Banaszak sprach im WDR von „Symbolpolitik“. Er äußerte Zweifel, ob mit Abschiebungen von Straftätern die Sicherheit erhöht werde. In Afghanistan kämen die Männer zurück in ein islamistisches Terrorregime. Nach Ansicht des Grünen-Vorsitzenden besteht die Gefahr, dass die Taliban sie weiter ausbilden und nach Europa zurückschicken.

Afghanische Konsular-Mitarbeiter eingereist

Unterdessen hat die Bundesregierung Maßnahmen für weitere Abschiebeflüge nach Afghanistan getroffen. Erstmals seit der Machtübernahme der islamistischen Taliban durften afghanische Konsular-Mitarbeiter einreisen. Derzeit würden die afghanischen Vertretungen in Deutschland von Personen geleitet, die bereits vor der Machtübernahme akkreditiert wurden, hieß es auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa aus dem Auswärtigen Amt.

Allerdings sei die Personaldecke dünn. Die beiden neuen Mitarbeiter seien am Wochenende eingereist. „Die Bundesregierung hat ein Interesse daran, dass afghanische Staatsangehörige in Deutschland adäquat konsularisch versorgt werden – dazu gehört zum Beispiel die Ausstellung von Reisepässen“, hieß es zur Erklärung.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/abschiebung-migration-fluechtlinge-100.html


Niedersachsen: Polizei soll KI bei Videoüberwachung einsetzen dürfen

Stand: 21.07.2025 13:19 Uhr

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) will, dass die Polizei Künstliche Intelligenz (KI) künftig auch bei der Videoüberwachung einsetzen darf. Ein neues Gesetz soll noch in diesem Jahr kommen.

Der niedersächsischen Polizei solle es mit Hilfe von KI künftig möglich sein, automatisch Gesichter, Stimmen und Bewegungsmuster zu erkennen. Dadurch sollten etwa Gefahrensituationen oder verdächtige Verhaltensmuster schneller erkannt und so beispielsweise Anschläge auf Weihnachtsmärkten vereitelt werden, sagte der SPD-Innenexperte Uli Watermann (SPD) am Montag dem NDR Niedersachsen. Außerdem könne die KI dabei helfen, verdächtige Gegenstände wie herrenlose Koffer zu identifizieren. Zuerst hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet.

Ministerium bestätigt Gesetzentwurf

Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte am Montag, dass es einen entsprechenden Entwurf für ein neues Polizei-Gesetz gebe. Nähere Angaben dazu machte er aber nicht: „Wir äußern uns grundsätzlich nicht, bevor der Entwurf nicht durch das Kabinett gegangen ist“, teilte der Sprecher mit. Laut Watermann soll der Gesetzentwurf bis Ende Juli vom Kabinett beraten werden. Anschließend solle er an den Innenausschuss übergeben werden, damit das Gesetz noch in diesem Jahr beschlossen werden könne.

Bildabgleich auch ohne richterliche Zustimmung

Laut dem HAZ-Bericht soll die Polizei künftig auch ohne richterliche Zustimmung Bilder aus ihren Datenbanken mit allen im Internet zugänglichen Aufnahmen abgleichen dürfen – auch mit Fotos und Videos in sozialen Netzwerken. Mit der sogenannten biometrischen Echtzeitidentifizierung solle gezielt nach verdächtigen Personen gesucht werden können – aber auch nach Vermissten oder Opfern von Entführungen oder Menschenhandel, heißt es in dem Bericht. Bisher hat die niedersächsische Polizei solche Befugnisse nach Rechtsauffassung des Landeskriminalamts (LKA) nicht.

KI half bei Suche nach mutmaßlicher Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette

Ohne diese Technologie wäre es beispielsweise nie gelungen, die ehemalige mutmaßliche RAF-Terroristin Daniela Klette festzunehmen, sagte der SPD-Abgeordnete Watermann dem NDR. Journalisten hatten die inzwischen in Verden vor Gericht stehende Klette im August 2024 mit einem Gesichtserkennungs-Programm aufgespürt. Der Computer habe anhand von alten Fotos im Internet errechnet, wie Klette im Alter aussehe, und so habe sie dann aufgespürt werden können, so Watermann weiter.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert bereits seit längerem mehr Möglichkeiten bei der Verwendung von Gesichtserkennungs-Programmen. Im April 2024 sprach sich auch der damalige Präsident des Landeskriminalamtes Niedersachsen, Friedo de Vries, für den Einsatz der Technologie bei der Polizei aus.

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/polizei-niedersachsen-soll-ki-bei-videoueberwachung-einsetzen-duerfen,ki-130.html


Polizei Niedersachsen soll künftig KI einsetzen dürfen

Die Polizei Niedersachsen soll künftig künstliche Intelligenz bei der Videoüberwachung einsetzten dürfen – das berichtet die HAZ. Demnach soll eine automatische Erkennung von Gesichtern, Stimmen und Bewegungsmustern mithilfe von Kameras ermöglicht werden. Das soll dabei helfen z.B. Anschläge von Terroristen abzuwehren oder Entführungsopfer zu finden.

Außerdem soll die Polizei künftig Bilder aus ihren Datenbanken mit allen im Internet veröffentlichten Fotos und Videos abgleichen dürfen. Nach der Sommerpause will Innenministerin Daniela Behrens den Gesetzesentwurf im Landtag einbringen.

Schon jetzt gäbe es dafür Zustimmung aus Teilen der SPD und der Grünen im Landtag. Sollte das Gesetz so durchgehen wäre Niedersachsen eines der ersten Bundesländer die bei der Gefahrenabwehr auf den Einsatz von KI setzt.

Quelle: https://www.radio-hannover.de/hannover-news/polizei-niedersachsen-soll-kuenftig-ki-einsetzen-duerfen

Erster Abschiebeflug der neuen Bundesregierung: Sexualstraftäter, Mörder und Gewalttäter usw. an Bord

Im Rahmen einer bundesweiten Rückführungsaktion wurden heute 81 ausreisepflichtige Personen nach Afghanistan abgeschoben – darunter 15 schwere Straftäter aus Bayern. Innenminister Joachim Herrmann betont die Bedeutung konsequenter Rückführungen für die öffentliche Sicherheit und sieht in der Maßnahme ein klares Signal für die Umsetzung der Migrationswende.

Unter den 81 Abgeschobenen, die heute im Rahmen einer Sammelabschiebung nach Afghanistan ausgeflogen wurden, befinden sich 15 schwere Straftäter aus Bayern im Alter von 24 bis 43 Jahren. Sie konnten größtenteils direkt aus der Haft heraus abgeschoben werden.  Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mitgeteilt. Es war die erste bundesweite Sammel-Abschiebung nach Afghanistan seit der einmaligen Maßnahme der alten Bundesregierung im August 2024.

Herrmann dankte allen beteiligten Bundes- und Landesbehörden für die gute und reibungslose Zusammenarbeit: „Bayern setzt sich schon lange für eine Wiederaufnahme der Rückführungen nach Afghanistan ein. Es ist erfreulich, dass Bundesinnenminister Alexander Dobrindt dieses Thema schnell aufgegriffen hat. Ganz klar ist nämlich: Wer kein Aufenthaltsrecht hat oder gegen geltende Gesetze in Deutschland verstößt, muss schnellstmöglich unser Land wieder verlassen.”

Sexualstraftäter, Mörder und Gewalttäter an Bord

Wie Herrmann weiter erläuterte, zählten zu den begangenen Straftaten neben Sexualstraftaten, Mord und Totschlagsdelikten auch schwerere Körperverletzungs- und Eigentumsdelikte; zudem befanden sich Straftäter aus dem Bereich der Betäubungsmittelkriminalität auf dem heutigen Flug nach Kabul.

Herrmann: Rückführungen nach Afghanistan müssen zur Regel werden

Für den bayerischen Innenminister ist der heutige Flug ein weiteres wichtiges Indiz, dass die Migrationswende der neuen Bundesregierung in vollem Gange ist. „Jetzt geht es darum, Rückführungen nach Afghanistan zu verstetigen. Allein die eigens beim Bayerischen Landesamt für Asyl und Rückführungen eingerichtete ‚Taskforce für Straftäter‘ beschäftigt sich aktuell mit 197 schweren Straftätern aus Afghanistan. Aus meiner Sicht ist es deshalb sinnvoll, dass der Bund hierzu auch unmittelbar Gespräche mit der afghanischen Seite führen will“, so Herrmann.

Quelle: https://www.stmi.bayern.de/news/detail/sammelabschiebung-nach-afghanistan-15-schwere-straftaeter-aus-bayern-an-bord/


Weiterer Abschiebeflug nach Afghanistan gestartet

Im Rahmen einer Sammelrückführung schiebt Deutschland heute Morgen 81 afghanische Staatsangehörige in ihr Herkunftsland ab. Es handelt sich dabei um vollziehbar ausreisepflichtige afghanische Männer, die in der
Vergangenheit strafrechtlich in Erscheinung getreten sind.

Damit setzt die Bundesregierung eine wichtige Vereinbarung des Koalitionsvertrags um. Dieser sieht vor, dass Abschiebungen auch nach Afghanistan durchgeführt werden, beginnend mit Straftätern und Gefährdern. Die Bundesregierung hat hierfür die zuständigen Bundesländer zu diesem Zweck durch die Organisation dieser Maßnahme unterstützt.

Die Rückführungsmaßnahme erfolgte unter Zuhilfenahme der strategischen Sicherheitspartnerschaft mit dem Emirat Katar.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt: „Es ist gelungen, einen weiteren Abschiebeflug mit Straftätern nach Afghanistan zu organisieren. Damit beginnen wir, einen weiteren Teil des Politikwechsels aus dem Koalitionsvertrages umzusetzen. Abschiebungen nach Afghanistan müssen auch zukünftig gesichert stattfinden können. Es gibt kein Aufenthaltsrecht für schwere Straftäter in unserem Land.“

Bei den Abgeschobenen handelt es sich um vollziehbar ausreisepflichtige afghanische Männer. Gegen die abgeschobenen Personen wird ein Einreise- und Aufenthaltsverbot erlassen.

Die Bundesregierung strebt an, auch künftig Rückführungen nach Afghanistan durchzuführen.

Quelle: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2025/07/leipzig.html


Justizsystem und Strafverfolgungssystem: KI-Systeme, Biometrie und Chatkontrolle

Brief an das Bundeskanzleramt und Bundesinnenministerium, analog und digital.


„White Tiger“ und die Gruppe „764“ – was die Chats verraten

Manipulation, Missbrauch, Mord – begangen im Internet. Ein 20 Jahre alter Hamburger soll als „White Tiger“ eine zentrale Figur in dem globalen Täternetzwerk „764“ sein. Sie suchten im Netz mit Vorliebe nach jungen, psychisch instabilen Mädchen, um sie zu manipulieren, sexuell auszubeuten und zu quälen.

Ermittelnde psychologisch betreut

Die Ermittlungen stützen sich auf über 120 Stunden gesichertes Bild- und Videomaterial. Insgesamt 22 Ermittler und Ermittlerinnen sowie vier Staatsanwälte sind an der Aufklärung beteiligt. Allein die Analyse eines einzelnen 75-Minuten-Chats mit einer Suizidhandlung dauerte laut Generalstaatsanwaltschaft 17 volle Arbeitstage. Die Beteiligten mussten psychologisch betreut werden.

In den USA als terroristische Vereinigung eingestuft

Bei der Gruppierung „764“ handelt es sich laut LKA um ein extrem abgeschottetes Online-Netzwerk mit sadistischen, satanistischen, menschenverachtenden und pädosexuellen Inhalten. Sie war international aktiv und nutzte Dienste wie Discord, Telegram, Instagram und Facebook.

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/info/white-tiger-und-die-gruppe-764-was-die-chats-verraten,cybergrooming-112.html

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/white-tiger-neue-details-zu-20-jaehrigem-hamburger-mordverdaechtigen,polizei-366.html


Bürger und Organisationen die sich für Menschenrechte, Datenschutz Grundrechte einsetzen und diese auch selber für sich einfordert.

Auf der anderen Seite Menschen bzw. Straftäter/Kriminelle die ganz ohne diese Werte und Vorstellungen die ihre Mitbürger haben, handeln und agieren.

Straftäter/Kriminelle die Anonymität und Schutz in dieser Bevölkerung findet, die sich doch für Werte und Vorstellungen wie Menschenrechte, Datenschutz und Grundrechte einsetzt und denen ihre eigenen Persönlichkeitsrechte total wichtig sind. Und nicht selber Opfer von Straftäter/Kriminelle werden möchte.