„Biometrie, Digitalisierung und Vernetzung: So starten Europas Grenzen in die Zukunft.
Technologiesprung – von analogen Stempeln im Pass zu digitaler, biometrischer Erfassung.
Automatisierung – Systeme wie EES laufen EU-weit zentral, Daten werden automatisch überprüft.
Biometrie – Fingerabdrücke, Gesichtserkennung und Datenbanken machen die Kontrollen „intelligenter“.
Vernetzung – das System ist mit anderen EU-Datenbanken (Interpol, Visa-System, ETIAS) gekoppelt.
Ab Oktober 2025 startet die neue Ära der Grenzsicherheit in der EU: Mit dem Entry/Exit-System (EES) werden Reisende an Außengrenzen elektronisch erfasst. Ab diesem Tag werden die Mitgliedstaaten EES schrittweise einführen. ETIAS folgt später als präventives Reisewarnsystem. Beide Systeme nutzen biometrische Verfahren (Fingerabdrücke, Gesichtserkennung) und datenbasierte Risikoanalysen.
- EuLISA ist die zentrale EU-Agentur für die Verwaltung dieser biometrischen und Reisedaten und sorgt für deren sichere Speicherung und Abgleich.
- Europol unterstützt grenzpolizeiliche Maßnahmen, indem es verdächtige Bewegungen erkennt und den Informationsaustausch zwischen Mitgliedstaaten koordiniert.
Die Kombination aus EES, ETIAS, EuLISA und Europol ermöglicht schnellere, genauere Grenzkontrollen und ein hohes Maß an Sicherheit an den Außengrenzen der EU.
EES startet im Oktober – ETIAS folgt später
Um die Sicherheit an den europäischen Außengrenzen zu erhöhen, setzt die EU künftig auf ein zweistufiges System: Zunächst wird das Entry/Exit System (EES) eingeführt, anschließend folgt das European Travel Information and Authorization System (ETIAS). Während ETIAS an Vorbilder wie das US-amerikanische ESTA oder das britische ETA angelehnt ist, dient das EES als Grundlage für die digitale Grenzkontrolle.
EES ersetzt den Pass-Stempel
Das EES betrifft alle Nicht-EU-Bürger – unabhängig davon, ob sie visumpflichtig sind oder nicht. An den Grenzübergängen werden künftig die Daten aller Einreisenden elektronisch erfasst und das bisherige Abstempeln der Pässe ersetzt. Ziel ist eine schnellere, präzisere und sicherere Kontrolle der Ein- und Ausreisen. Der Startschuss soll im Oktober erfolgen, der vollständige Rollout wird sich jedoch bis ins kommende Jahr ziehen.
ETIAS frühestens ab Ende 2026
Das ETIAS-System wird erst eingeführt, wenn das EES vollständig funktioniert. Frühestens im letzten Quartal 2026 müssen daher Reisende aus rund 59 visumbefreiten Staaten – darunter die USA, Großbritannien, Australien und die Ukraine – vorab eine Reisegenehmigung beantragen, um in die 30 teilnehmenden europäischen Länder einreisen zu dürfen.
Im Rahmen von ETIAS sind zudem biometrische Erfassungen wie Fingerabdrücke und Fotos vorgesehen. Damit sollen mögliche Risiken frühzeitig erkannt und die Sicherheit innerhalb des Schengen-Raums weiter gestärkt werden.
Quelle: https://reisetopia.de/news/neuer-starttermin-eu-einreisesystem/
Deutschlands Grenzkontrollen werden ab dem 12. Oktober schrittweise technologisch aufgerüstet.
Deutschlands Grenzkontrollen werden ab dem 12. Oktober schrittweise technologisch aufgerüstet. Dann nimmt die Bundesrepublik das neue europäische Ein- und Ausreisesystem (EES) in Betrieb – inklusive automatisierter biometrischer Prüfverfahren. Damit liegt Deutschland im vorgesehenen Zeitrahmen der EU, wie das Bundesinnenministerium (BMI) mitteilte.
Zunächst wird das System am Flughafen Düsseldorf eingeführt, gefolgt von Frankfurt am Main und München. Anschließend sollen nach und nach alle weiteren Flughäfen sowie Seehäfen angebunden werden. Die EU-Kommission hat festgelegt, dass die vollständige Einführung spätestens bis zum 9. April 2026 abgeschlossen sein muss.
Digitale Grenzkontrolle statt Stempel
Das EES ersetzt das manuelle Abstempeln von Pässen und erfasst künftig alle Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen, die zu Kurzaufenthalten in den Schengen-Raum einreisen. Davon betroffen sind sowohl visumsfreie als auch visumpflichtige Reisende. Für EU-Bürger ändert sich durch das System nichts.
Im Rahmen des EU-Programms „Smart Borders“ müssen sich Drittstaatsangehörige bei der Einreise mit vier Fingerabdrücken und einem biometrischen Gesichtsbild registrieren lassen. Die zentrale Datenbank ermöglicht eine „intelligente Grenzkontrolle“ nach US-Vorbild: Sie berechnet die zulässige Aufenthaltsdauer und warnt nationale Behörden automatisch bei Überziehungen.
ETIAS folgt später
Reisende aus visumbefreiten Staaten sollen künftig zusätzlich durch ETIAS überprüft werden. Dafür müssen sie vorab online einen Antrag stellen und Informationen zu Identität, Reisedokumenten, Aufenthaltsort, Kontaktdaten, Gesundheitsfragen oder Ausbildung angeben. Die Angaben werden mit europäischen IT-Systemen, Interpol-Datenbanken sowie der zentralen Biometriedatenbank abgeglichen.
Datenspeicherung und Sicherheitsziele
Neben biometrischen Merkmalen speichert das EES zahlreiche personenbezogene Informationen wie Namen, Geburtsdaten sowie Ein- und Ausreiseorte. Ziel ist es, die Sicherheit an den EU-Außengrenzen zu erhöhen, Identitätsbetrug zu erschweren und unerlaubte Aufenthalte schneller zu erkennen. Langfristig soll das System zudem für einen effizienteren und reibungsloseren Grenzübertritt sorgen.
Verzögerter Start durch technische Probleme
Eigentlich sollte das EES bereits im November 2024 voll in Betrieb gehen. Mehrfach musste der Start jedoch aufgrund technischer Schwierigkeiten beim Anschluss an das EU-Zentralsystem verschoben werden. Mit dem jetzt vereinbarten Stufenplan soll eine stabile Umsetzung gewährleistet werden.
Übergangsphase und Hinweise für Reisende
Während der ersten 60 Tage können die Mitgliedstaaten das EES noch ohne biometrische Funktionen einsetzen. Nach einem Monat sollen mindestens 10 Prozent aller Grenzübertritte an den Kontrollstellen erfasst werden. Spätestens nach sechs Monaten ist die vollständige biometrische Erfassung aller Drittstaatsangehörigen vorgesehen.
Das BMI empfiehlt Reisenden aus Drittstaaten, sich rechtzeitig bei deutschen Auslandsvertretungen, Fluggesellschaften oder der Bundespolizei über die aktuellen Bestimmungen zu informieren, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.
Quelle: https://www.heise.de/news/Biometrische-Grenzkontrolle-Deutschland-startet-Ein-Ausreisesystem-im-Oktober-10643662.html
Deutschland nimmt europäisches Ein- und Ausreisesystem ab 12. Oktober 2025 in Betrieb
Deutschland führt europäisches Ein- und Ausreisesystem EES ab 12. Oktober 2025 stufenweise ein
Deutschland wird das europäische Ein- und Ausreisesystem (Entry/Exit System – EES) ab dem 12. Oktober 2025 schrittweise in Betrieb nehmen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums (BMI) und der Bundespolizei sind die Planungen in Zusammenarbeit mit weiteren Behörden und Partnern aus der Industrie abgeschlossen.
Der Start erfolgt am Flughafen Düsseldorf, anschließend folgen Frankfurt am Main und München. Danach werden sukzessive alle weiteren Flughäfen sowie die Seehäfen angebunden. Ziel ist ein kontrollierter Hochlauf des Systems, um jederzeit stabile Grenzkontrollen zu gewährleisten und flexibel auf mögliche technische Schwierigkeiten reagieren zu können.
Die Europäische Kommission hat für die Einführung einen Zeitraum vom 12. Oktober 2025 bis spätestens 9. April 2026 vorgegeben. Bis dahin soll Deutschland den Vollbetrieb an allen Luft- und Seeaußengrenzen sicherstellen.
Digital statt Stempel
Das EES ist ein Schengen-weites System, das die bisherigen Stempel im Pass ersetzt und Ein- sowie Ausreisen von Drittstaatsangehörigen elektronisch erfasst. Es betrifft sowohl visumbefreite Reisende als auch Inhaber von Kurzaufenthaltsvisa.
Gespeichert werden unter anderem:
- Alphanumerische Daten (Name, Geburtsdatum, Reisedokumentdaten),
- Biometrische Merkmale (vier Fingerabdrücke, Gesichtsbild),
- Zeitpunkt und Ort der Ein- bzw. Ausreise.
Vorteile des EES
Mit der digitalen Erfassung sollen:
- die Sicherheit an den EU-Außengrenzen erhöht,
- Identitätsprüfungen verbessert und Betrugsfälle erschwert,
- Aufenthaltsdauern leichter nachvollzogen
und unerlaubte Verlängerungen schneller erkannt werden.
Langfristig soll das System effizientere Grenzkontrollen ermöglichen und zuverlässige Daten über Personen liefern, die sich unrechtmäßig im Schengen-Raum aufhalten. Für EU-Bürgerinnen und -Bürger ändert sich nichts.
Hintergrund
Der ursprünglich für November 2024 geplante Start musste wegen technischer Probleme beim Anschluss an das EU-Zentralsystem verschoben werden. Durch die stufenweise Einführung soll nun ein stabiler Betrieb gewährleistet werden. Gleichzeitig können mögliche Schwierigkeiten frühzeitig erkannt und kompensiert werden, um unzumutbare Wartezeiten für Reisende zu vermeiden.
Das BMI empfiehlt Drittstaatsangehörigen, sich rechtzeitig vor ihrer Einreise bei deutschen Auslandsvertretungen, Fluggesellschaften oder der Bundespolizei über die aktuellen Bestimmungen zu informieren.
Weitere Informationen:
Mitteilung der Europäischen Union: travel-europe.europa.eu/ees
Hinweise für Reisende: www.bundespolizei.de/travel
Quelle: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2025/09/entry-exit-system.html