Nach dem „White-Tiger“-Fall: CDU Hamburg fordert mehr Kinderschutz, moderne Polizeibefugnisse und digitale Ermittlungswerkzeuge

Der Fall des mutmaßlichen Hamburger Pädokriminellen „White Tiger“, der Kinder über das Internet missbraucht und teilweise bis in den Suizid getrieben haben soll, hat Hamburg und weit darüber hinaus erschüttert. Als Reaktion fordert die oppositionelle CDU in der Bürgerschaft nun ein umfassendes Maßnahmenpaket: mehr Kinderschutz im Netz, mehr Therapieangebote – und eine Polizei, die technisch und rechtlich in der digitalen Welt handlungsfähig ist.

Kern des CDU-Antrags ist die Einrichtung einer Expertenkommission für Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt. Diese soll Präventionsmaßnahmen entwickeln, um Risiken auf Social Media, in Online-Spielen oder auf Streaming-Plattformen frühzeitig zu erkennen und wirksam zu bekämpfen.

Zusätzlich fordert die CDU mehr Therapieplätze und Opferberatungsstellen, um betroffenen Kindern und Jugendlichen schnell und nachhaltig helfen zu können.

Ein entscheidender Punkt ist die Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen: Ermittlungsbehörden sollen künftig rechtssicher KI-gestützte Gesichtserkennung und biometrische Datenbanken nutzen dürfen. Nur so könne man Täter wie „White Tiger“ in der digitalen Anonymität wirksam aufspüren.

Darüber hinaus will die CDU nach dem Vorbild Nordrhein-Westfalens und Bayerns eine Zentralstelle Cybercrime in Hamburg schaffen. Diese solle mit ausreichend Personal und Finanzmitteln ausgestattet sein und den Staatsanwaltschaften ermöglichen, auch präventiv zu ermitteln.

Der Fall „White Tiger“ zeigt, wie perfide Täter digitale Räume missbrauchen, um Vertrauen zu erschleichen, Kinder emotional zu manipulieren und schlimmste Verbrechen zu begehen. Um solche Täter künftig schneller zu identifizieren und Straftaten frühzeitig zu verhindern, werden neue Werkzeuge unverzichtbar:

  • Chatkontrolle: Durch eine intelligente, KI-gestützte Analyse von Kommunikationskanälen könnten verdächtige Inhalte frühzeitig erkannt und Täterstrukturen aufgedeckt werden. Datenschutz und Grundrechte müssen dabei gewahrt bleiben – aber die Sicherheit von Kindern hat oberste Priorität.
  • Biometrische Verfahren: Gesichtserkennung und andere biometrische Technologien können helfen, Täter in anonymisierten Online-Umgebungen zu identifizieren, Beweise zu sichern und internationale Netzwerke zu zerschlagen.
  • Künstliche Intelligenz: KI-Systeme sind in der Lage, riesige Datenmengen aus Darknet-Foren, Chats und Videoplattformen auszuwerten – deutlich schneller und effektiver als es menschliche Ermittler allein könnten.

„White Tiger“ ist ein tragisches Beispiel dafür, wie real und tödlich die Gefahren im digitalen Raum sein können. Ein 13-jähriges Opfer aus den USA wurde in den Suizid getrieben, eine 14-Jährige aus Kanada überlebte einen Selbstmordversuch nur knapp. Solche Fälle zeigen die Dringlichkeit, Polizei, Justiz und Prävention auf die digitale Realität des 21. Jahrhunderts vorzubereiten.

Die Forderungen der CDU Hamburg setzen dabei an den zentralen Stellschrauben an: stärkerer Schutz, bessere Prävention, modernisierte Ermittlungswerkzeuge.

Quelle: https://www.welt.de/regionales/hamburg/article68be80bd0755415a0da97314/expertenkommission-cdu-fordert-digitalen-kinderschutz.html

Dobrindt lädt europäische Kollegen erneut zu Migrationstreffen ein

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt plant am 4. Oktober in München ein weiteres Migrationstreffen europäischer Innenminister. „Beim Munich Migration Meeting werden wir über weitere Impulse und notwendige Maßnahmen für die europäische Migrationswende diskutieren“, sagte der CSU-Politiker dem Nachrichtenportal „Pioneer“. „Wir müssen den EU-Migrationspakt härten, die Abschiebe-Regeln schärfen.“

An dem Treffen soll nach Angaben des Portals diesmal auch Italien teilnehmen. Am vorherigen Treffen im Juli auf der Zugspitze hatten Dobrindts Amtskollegen aus Österreich, Dänemark, Frankreich, Tschechien und Polen sowie der EU-Kommissar für Migration, der Österreicher Magnus Brunner, teilgenommen. Damals hatten sie sich konsequente Abschiebungen auch nach Syrien und Afghanistan vorgenommen, einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen und mehr Aufnahmen von abgelehnten Asylbewerbern durch Nicht-EU-Staaten./and/DP/zb

Quelle: dpa-AFX

Quelle: https://www.boerse.de/nachrichten/Dobrindt-laedt-europaeische-Kollegen-erneut-zu-Migrationstreffen-ein/37925951

Chatkontrolle: Warum Europa jetzt handeln muss / Chat Control: Why Europe Must Act Now

Am 14. Oktober 2025 steht eine der wichtigsten Entscheidungen der letzten Jahre an: Die EU-Mitgliedstaaten stimmen über die „Regulation to Prevent and Combat Child Sexual Abuse“ (CSAR) ab. Ziel dieser Verordnung ist es, Kinder besser zu schützen, Täter konsequent strafrechtlich zu verfolgen und Europa auf die Zukunft moderner Sicherheitstechnologien vorzubereiten.

Der Schutz von Kindern im digitalen Raum erfordert neue Antworten. Herkömmliche Mittel der Strafverfolgung reichen längst nicht mehr aus, um Missbrauchsmaterial frühzeitig zu erkennen oder Täter rechtzeitig zu stoppen. Hier kann Künstliche Intelligenz (KI) einen entscheidenden Beitrag leisten.

  • Schutz von Opfern: KI-Systeme können Missbrauchsmaterial frühzeitig erkennen und dadurch Kinder besser schützen, bevor weiterer Schaden entsteht.
  • Gezielte Strafverfolgung: Moderne Technologien ermöglichen es, Täter klar zu identifizieren und den Strafverfolgungsbehörden zuzuführen – ohne unbescholtene Bürger unter Generalverdacht zu stellen.
  • Europa 4.0: Mit einer verantwortungsvollen Chatkontrolle zeigt Europa, dass digitale Innovation und Grundrechte miteinander vereinbar sind. KI-gestützte Systeme können Vertrauen, Transparenz und hohe Schutzstandards schaffen.
  • Projekt „Psyche“ als Zukunftsperspektive: Eine technologisch gestützte Chatkontrolle könnte den Grundstein für weitergehende Innovationen legen – etwa für „Psyche“, eine Vision, in der Technologie, Prävention und gesellschaftliche Akzeptanz Hand in Hand gehen.

Die Diskussion um die Chatkontrolle darf nicht auf die Frage des Datenschutzes reduziert werden. Es geht vielmehr darum, wie Europa im digitalen Zeitalter Täter gezielt verfolgt, Opfer schützt und gleichzeitig zeigt, dass Technologie kein Feind der Freiheit sein muss. Wenn Europa es schafft, KI verantwortungsvoll einzusetzen, könnte es weltweit Maßstäbe setzen.

Die Entscheidung am 14. Oktober ist ein Test für die Zukunftsfähigkeit Europas. Wer den Schutz von Kindern ernst nimmt und die Chancen moderner Technologie nutzen will, sollte der Chatkontrolle zustimmen. Sie ist mehr als nur ein Werkzeug gegen Kindesmissbrauch – sie ist ein Schritt in Richtung Europa 4.0, in dem Sicherheit, Technologie und Grundrechte in Einklang gebracht werden.


On October 14, 2025, one of the most important decisions in recent years will be made: The EU Member States will vote on the “Regulation to Prevent and Combat Child Sexual Abuse” (CSAR). The aim of this regulation is to better protect children, prosecute offenders more consistently, and prepare Europe for the future of modern security technologies.

Protecting children in the digital sphere requires new solutions. Traditional law enforcement tools are no longer sufficient to detect abuse material early or stop perpetrators in time. Here, Artificial Intelligence (AI) can make a decisive contribution.

  • Protection of victims: AI systems can detect abuse material at an early stage, helping to protect children before further harm occurs.
  • Targeted law enforcement: Modern technologies make it possible to clearly identify offenders and bring them to justice – without putting innocent citizens under general suspicion.
  • Europe 4.0: With responsible chat control, Europe can demonstrate that digital innovation and fundamental rights are compatible. AI-powered systems can create trust, transparency, and strong protection standards.
  • Project “Psyche” as a future perspective: A technologically supported chat control could lay the foundation for further innovations – such as “Psyche,” a vision where technology, prevention, and public acceptance work hand in hand.

The debate about chat control should not be reduced to the question of data protection alone. The real issue is how Europe can, in the digital age, pursue offenders effectively, protect victims, and at the same time show that technology does not have to be the enemy of freedom. If Europe succeeds in deploying AI responsibly, it could set global standards.

The decision on October 14 is a test of Europe’s future readiness. Those who take the protection of children seriously and want to harness the potential of modern technology should support chat control. It is more than just a tool against child abuse – it is a step toward Europe 4.0, where security, technology, and fundamental rights are brought into harmony.