Red Resurgence – Ein neuer Weg für Mars Sample Return

Mars Sample Return ist keine weitere Planetenmission. Es ist die Schlüsselmission der modernen Astrobiologie.

Zum ersten Mal könnten wir echtes Mars‑Material in irdischen Laboren untersuchen – mit Instrumenten, die hundertmal leistungsfähiger sind als alles, was je auf einen Rover passt. Es geht um die grundlegenden Fragen:

  • Wie und wann entstand Leben im Sonnensystem?
  • Gab es auf dem Mars jemals mikrobielles Leben?
  • Wie entwickelte sich das Klima und die Geologie des roten Planeten?

Der Perseverance‑Rover hat im Jezero‑Krater Sediment‑ und Gesteinsproben gesammelt, die:

  • aus alten See‑ und Flussbetten stammen, die einst Wasser führten — eine der Grundvoraussetzungen für Leben, wie wir es kennen
  • Fein‑ und Grobsedimente enthalten, deren Analyse aufschlussreiche Informationen über vergangene Umweltbedingungen liefert
  • organische Moleküle und mineralische Strukturen beherbergen können, die auf potenziell biologischen Ursprung hindeuten — aber erst mit laborgestützter Analyse bestätigt werden können

Diese Proben bergen die Möglichkeit, direkte Hinweise auf vergangenes Leben zu finden — Hinweise, die Perseverance selbst vor Ort nicht abschließend beurteilen kann. Nur auf der Erde können wir sie mit der vollen Bandbreite moderner Analytik untersuchen, von hochaufgelöster Massenspektrometrie bis hin zu molekularer Mikrobiologie.

Das bedeutet: Die Marsproben sind potenziell die wissenschaftlich wichtigste extraterrestrische Gesteinssammlung in der Geschichte der Raumfahrt.


Aus diesem Grund habe ich in den letzten Wochen ein alternatives Missionskonzept ausgearbeitet:

Die Grundidee ist einfach:

Nicht maximale Eleganz – sondern maximale Fehlertoleranz und Erfolgskonfidenz.

Statt viele voneinander abhängige Systeme setzt Red Resurgence auf:

  • Einen einzigen Start (SLS Block 1B)
  • Einen integrierten Raumfahrzeug‑Stack
  • Eine zentrale Missionsautorität
  • Robuste Strukturen statt Leichtbau
  • Degradation statt Totalversagen

Die Architektur eliminiert gezielt die beiden größten heutigen Risikotreiber:

❌ Skycrane

❌ Orbitales Rendezvous am Mars

Beides wird ersetzt durch:

  • Eine statische Landeplattform
  • Ein integriertes Rückkehrraumschiff (Mars Cruise Stage), das Oberfläche, Aufstieg, Orbitkorrektur und Heimflug übernimmt

Das reduziert die Zahl missionskritischer Ereignisse um etwa 40–50 %.


Red Resurgence nutzt bewusst die Fähigkeiten der SLS:

Nicht, um Masse zu optimieren –
sondern um Resilienz einzubauen.

Die zusätzliche Nutzlast erlaubt:

  • Große Treibstoffreserven
  • Redundante Avionik
  • Strukturelle Überdimensionierung
  • Echte Backup‑Systeme

Kurz gesagt:

SLS‑Masse = Missions‑Marge.

Das ist ein fundamentaler Perspektivwechsel.


Der kritischste Moment jeder MSR‑Mission ist der Start vom Mars.

Red Resurgence entschärft ihn durch:

  • Multi‑Chamber‑Antrieb (Teilausfälle möglich)
  • Backup‑Lagekontrolle
  • Orbitales Nachheben durch die Cruise Stage, falls der Zielorbit nicht perfekt erreicht wird

Das System ist darauf ausgelegt, Fehler aktiv zu kompensieren – nicht sie zu vermeiden.


Mars Sample Return ist nicht nur Wissenschaft.

Es ist:

  • Technologische Führungsfrage
  • Strategische Glaubwürdigkeit
  • Ein Signal an die nächste Generation

Doch nur eine realistisch umsetzbare Mission stärkt diese Position.

Red Resurgence bietet:

  • Höhere Erfolgswahrscheinlichkeit
  • Bessere Zeitplan‑Stabilität
  • Geringere Systemkomplexität
  • Zentrale NASA‑Autorität
  • Optionale internationale Beiträge ohne Missionsabhängigkeit

Das Konzept ist darauf ausgelegt, innerhalb dieses Jahrzehnts Marsproben zurückzubringen – und damit das größte wissenschaftliche Vermächtnis eines robotischen Raumfahrtprojekts zu sichern.


  • Executive Summary
  • Administrator Brief
  • OSTP / White House Kurzfassung
  • Congressional Talking Points
  • House/Senate Q&A

Mars Sample Return darf kein architektonisches Kunstwerk sein.
Es muss funktionieren – und die Wissenschaft muss gewonnen werden.