Warum ich mich nicht in ein System einordnen lasse, das nicht zu mir passt
Mein Praktikum im Betrieb endet – und gleichzeitig beginnt eine Qualifizierungsmaßnahme im selben Betrieb (der Materialprüfung und Werkstofftechnik).
Auf dem Papier ist das ein „nächster Schritt“.
In der Realität fühlt es sich nicht wie ein Fortschritt an, sondern wie ein Rückschritt.
Ich stelle mir ernsthaft die Frage:
Ist das wirklich mein Platz?
Reduziert auf den Abschluss
Mit einem Hauptschulabschluss wird man schnell eingeordnet.
Nicht nach Interesse, nicht nach Potenzial – sondern nach Schublade.
Die Folge:
Man landet in Maßnahmen, in denen die Erwartungen niedrig angesetzt sind und echte Entwicklung kaum vorgesehen ist.
Dieses Gefühl, eher aussortiert als gefördert zu werden, ist kein Einzelfall –
es ist Ausdruck eines Systems, das zu oft unterschätzt, was Menschen tatsächlich leisten können.
Bewerbungsgespräch: Ein Symptom des Problems
In einem Bewerbungsgespräch wurde ich gefragt, ob ich mit Word und Outlook umgehen kann.
Die Frage an sich ist nicht das Problem.
Das Problem ist, dass diese Frage zeigt, auf welchem Niveau man mich sieht.
Während dort über grundlegende Büroanwendungen gesprochen wird, beschäftige ich mich mit ganz anderen Themen:
- Raumsonden und Rover
- wissenschaftliche Instrumente
- Reinräume und High-Tech-Fertigung
- Astrobiologie und die Suche nach Leben
Hier entsteht ein deutlicher Bruch zwischen dem, was von mir erwartet wird,
und dem, womit ich mich inhaltlich auseinandersetze.
Die Qualifizierungsmaßnahme: Realität und Anspruch passen nicht zusammen
Ein Teil der Maßnahme findet in der Grone-Schule Schwarzenbek statt.
Ich formuliere es bewusst klar:
Ich erkenne mich in diesem Umfeld nicht wieder.
Der Eindruck entsteht, dass Inhalte stark vereinfacht werden
und Anforderungen nicht dem entsprechen, was im realen Arbeitsleben tatsächlich gefordert ist.
Gleichzeitig wirkt es so, als würden manche Teilnehmer eher durch das System getragen, anstatt auf Eigenverantwortung, Leistungsfähigkeit und reale Anforderungen vorbereitet zu werden. Statt auf reale berufliche Anforderungen vorzubereiten, entsteht der Eindruck eines Systems, das sich am niedrigsten gemeinsamen Niveaus (Teilnehmern) orientiert.
Wenn ich mich auf diesem Niveau angepasst hätte –
wäre ich vielleicht schneller „vermittelbar“ gewesen.
Das steht im direkten Widerspruch zu meinem Anspruch an Entwicklung.
Ein grundlegendes Problem im System
Was hier sichtbar wird, ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem:
- Menschen werden standardisiert eingeordnet
- individuelle Interessen bleiben weitgehend unberücksichtigt
- vorhandenes Potenzial wird nicht erkannt, sondern begrenzt
Wer sich ernsthaft entwickeln will, braucht mehr als eine Maßnahme (Grone Schule und Werkstätten für behinderte Menschen-WfBM) die sich am niedrigsten gemeinsamen Niveau (Teilnehmer) orientiert.
Mein Interesse geht weiter
Wenn mich ein Thema wirklich interessiert – besonders Wissenschaft, Raumfahrt oder geopolitische Entwicklungen –
dann bleibe ich nicht im lokalen Denken stehen.
Ich richte meinen Blick bewusst nach außen und verfolge Entwicklungen in:
- Europa
- den USA
- Asien (China und Japan)
- dem Nahen Osten
- usw.
Nicht oberflächlich, sondern mit dem Anspruch, Zusammenhänge zu verstehen –
technologisch, wissenschaftlich und geopolitisch.
Ich lese, Analysiere, Bobachte und schreibe über diese Themen.
Ich setze mich direkt – auch im Austausch – mit politischen Akteuren, Behörden und wissenschaftlichen Institutionen im In- und Ausland auseinander, einschließlich sicherheitsrelevanter Bereiche sowie Akteuren aus dem militärischen und sicherheitspolitischen Umfeld.
Dabei agiere ich nicht als Teil eines Apparats, sondern als jemand, der sich eigenständig informiert, Zusammenhänge bewertet und fundierte Positionen entwickelt. Mit einem klaren Blick auf die Interessen, die Sicherheit, die Gefahrenabwehr sowie die langfristige Zukunft von Europa und Deutschland im internationalen Kontext. dafür steht mir ein vielfältiger geopolitischer „Werkzeugkasten“ zur Verfügung, mit dem Ziel, Risiken frühzeitig zu erkennen, Entwicklungen einzuordnen und Ansätze für geeignete Maßnahmen abuleiten.
Dabei habe ich einen entscheidenden Vorteil: Ich bin nicht institutionell, behördlich oder Militärisch gebunden.
Ich unterliege keinen politischen Zwängen, keinen internen Vorgaben und keiner strategischen Einschränkung.
Ich kann Entwicklungen frei betrachten, Zusammenhänge offen benennen und Perspektiven formulieren, die über einzelne nationale Blickwinkel hinausgehen. Während viele Menschen in bestehenden Strukturen verharren oder den aktuellen geopolitischen Entwicklungen mit Unsicherheit und Angst begegnen, behalte ich den Überblick und einen klaren, analytischen Blick.
Der Unterschied zwischen Anspruch und Realität
Die Menschen, die an Raumsonden arbeiten,
wissenschaftliche Instrumente entwickeln, in Reinräumen hochkomplexe Systeme aufbauen
oder im Forschungsfeld der Astrobiologie nach Spuren von Leben suchen,
haben ihren Weg nicht durch Anpassung an einfache Strukturen gefunden.
Sie haben ihn sich aufgebaut – konsequent, Schritt für Schritt und mit klarer fachlicher Substanz.
Ihr Weg ist nicht durch Vereinfachung entstanden,
sondern durch Anspruch, Präzision und die Bereitschaft, sich auf ein höheres Niveau zu entwickeln.
Genau an dieser Linie orientiere ich mich.
Fazit: Klare Ausrichtung statt Anpassung
Ich bin bereit zu lernen.
Ich bin bereit, mich weiterzuentwickeln.
Aber ich bin nicht bereit, mich dauerhaft in Strukturen einzuordnen,
die mich unter meinem tatsächlichen Potenzial halten.
Die entscheidende Frage ist nicht,
ob ich in ein bestehendes System passe.
Die entscheidende Frage ist:
Welcher Weg ermöglicht es mir, meine Interessen, Fähigkeiten und meinen Anspruch konsequent weiterzuentwickeln?
Und genau diesen Weg werde ich weiterverfolgen.


